FAQ

 

Inhaltlich

 

Was sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche?

Zielgruppe des Förderprogramms von Zirkus macht stark sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche vorrangig zwischen 9 und 15 Jahren. Es können auch andere Kinder in den Maßnahmen teilnehmen, eine Durchmischung ist erwünscht. Primäre Zielgruppe bleiben jedoch bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.

Das BMBF beruft sich bei der Definition der Gruppe der Bildungsbenachteiligten auf den Nationalen Bildungsbericht 2010, der unterschiedliche Risikolagen, in denen Kinder und
Jugendliche aufwachsen können, benennt. Zur Gruppe der Bildungsbenachteiligten gehören demnach:

– Kinder aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil arbeitslos ist,
– Kinder mit einem Wohnort im ländlichen Raum oder in einem Stadtteil, der als sozialer Brennpunkt eingestuft wird,
– Kinder aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Familien,
– Kinder, die bei Alleinerziehenden leben,
– Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund

Die Sozialstruktur des gewählten Sozialraums dokumentiert und gewährleistet in der Regel, dass diese Zielgruppe erreicht wird. Daher ist es wichtig, im Antrag die sozialräumlichen Gegebenheiten genau zu beschreiben.

Was ist eine außerunterrichtliche Maßnahme?

 Abgrenzung förderfähiger lokaler Maßnahmen vom schulischen Unterricht

Angebote im Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ können in enger Zusammenarbeit mit formalen Bildungseinrichtungen stattfinden. Schulunterricht ist nicht förderfähig. Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen deshalb vom Schulunterricht praktisch handhabbar abgegrenzt werden.

Die verwendeten Begriffe (z.B. „außerunterrichtlich“, „Curriculum“, „Stundentafel“) sind landesrechtlich unterschiedlich definiert. Deshalb sind die hier verwendeten Begriffe dem Sinne nach anzuwenden.

Für Maßnahmen im schulischen Kontext gilt:

1. Veranstalter der Maßnahme und Zuwendungsempfänger auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger des lokalen Bündnisses, der die Maßnahme verantwortlich plant und durchführt. Dies ist der Fall, wenn alle im Folgenden genannten Kriterien erfüllt sind:

  • Er ist Antragsteller der Maßnahme und erhält und verwaltet die Mittel.
  • Er übernimmt die Organisation.
  • Er [der Träger] ist dem eingesetzten Personal gegenüber weisungsbefugt, vereinbart mit den Honorarkräften die Aufgaben und koordiniert die Ehrenamtlichen.
  • Er übernimmt die Aufsichtspflicht für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
  • Er legt Inhalte, Ziele, Ablauf und Methoden der Maßnahme fest.

 2. Die Maßnahme ist als zusätzliches, außerunterrichtliches Angebot konzipiert, wenn diese Kriterien sämtlich erfüllt sind:

  • Die Maßnahme ist nicht Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts.
  • Sie ist nicht im Kerncurriculum bzw. Lehrplan des jeweiligen Landes vorgeschrieben.
  • Sie fließt nicht in die Notengebung ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler (bzw. ihre Erziehungsberechtigten) können sich frei für oder gegen die Teilnahme am dem konkreten Angebot entscheiden.
  • Das Angebot ist neu und zusätzlich, d.h. es existierte in dieser Form vor der Förderung nicht.

3. Angebote im Rahmen des offenen oder gebundenen bzw. verlässlichen Ganztagsschulbetriebs können gefördert werden, soweit sie alle oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

4. Projekttage und Projektwochen von Schulen sind von einer Förderung ausgeschlossen.

5. Die erforderlichen Kooperationsvereinbarungen mit den beteiligten Schulen beinhalten eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen und Angaben zur o.g. Aufgabenteilung.

Wie sieht ein Bündnis aus?


Ein Bündnis ist lokal und besteht aus mindestens drei Partnern, die während des Projekts zusammenarbeiten. Antragsteller und Veranstalter ist ein Träger der kulturellen Bildung (z.B. ein Kinder- und Jugendzirkus), zweiter Partner ist eine Bildungseinrichtung (z.B. eine Grundschule) und dritter Partner ein sozialräumlicher Partner (z.B. ein Quartiersmanagement oder ein Träger der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort).

Wer kann Antragsteller sein?


Antragsteller ist ein Träger der kulturellen Bildung mit zirkuspädagogischer Kompetenz. Das kann ein Kinder- und Jugendzirkus sein, oder eine Kinder- und Jugendeinrichtung der sich durch freiberufliche Zirkuspädagogen die Kompetenz ins Haus holt. Antragsteller kann keine Schule sein und keine Einzelperson.

Was ist ein Sozialraum?


Der Sozialraum ist in großen Städten der Stadtteil und in einer ländlichen Gegend das Dorf oder der Landkreis. Eine Beschreibung des Sozialraumes soll die Situation der Kinder und Jugendlichen vor Ort beschreiben und auf die lokalen Strukturen eingehen.

Was ist mit Nachhaltigkeit gemeint?


Ein Ziel, das vom BMBF mit Kultur macht stark verfolgt wird, ist eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure auf lokaler Ebene zu fördern. Die geförderten Maßnahmen sollen keine punktuellen Aktivitäten sein, sondern ein Angebot für Kinder- und Jugendliche, das über einen längeren Zeitraum bestehet und sie nachhaltig in ihrer Entwicklung fördert.

Was ist mit Zusätzlichkeit gemeint?


Die beantragten Maßnahmen sollen zusätzlich sein und keine anderen Aktivitäten ersetzen. Die Förderung durch Zirkus macht stark darf nicht eine frühere Förderung durch den Bund oder das Land ersetzen.

Welche Bedeutung spielt das Ehrenamt?


Ein weiteres Ziel des Bundes mit dem Programm Kultur macht stark ist es, die Zivilgesellschaft zu stärken. Die Einbindung von Ehrenamtlichen in die Maßnahmen ist ausdrücklich erwünscht. Aufwandsentschädigungen kann gefördert werden.

 

Technisch

Wo muss ich den Antrag stellen?


In der zentralen Datenbank des Programms Kultur macht stark unter: https://foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de/

Wie komme ich in die Datenbank?


Unter https://foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de/ muss man sich zu erst registrieren und danach sich anmelden.

Wie kann ich ein Dokument hochladen?


Unter Anlagen zum Antrag auf „neuer Eintrag“ klicken.

Muss ich den Antrag auch per Post an Zirkus macht stark schicken?


Nein, in der Phase der Antragstellung nicht. Erst wenn der Antrag von Zirkus macht stark auf den Status vollständig gesetzt wird, muss er rechtsverbindlich unterschrieben und per Post an Zirkus macht stark geschickt werden.

Ich habe die Stammdaten in der Datenbank ausgefüllt, wie komme ich weiter?


Links auf der Seite geht es weiter, wenn die Stammdaten fertig sind geht es mit Zahlungsverkehr weiter.

Ich habe auf „absenden“ geklickt, aber der Antrag liegt immer noch bei mir – was habe ich falsch gemacht?


Es erscheint ein Kommentarfeld auf der Seite. Dort kann eine Mitteilung an Zirkus macht stark eingetragen werden. Darunter ist ein blaues Feld zu sehen: „Antrag absenden“, bitte hier noch mal klicken, dann ist der Antrag endgültig eingereicht.

Was ist eine Prüfungseinrichtung?


Mit Prüfungseinrichtung ist ein Kassenprüfer im Verein oder ein Steuerberater gemeint. Diese Prüfeinrichtung muss später den Verwendungsnachweis abzeichnen.

Was ist der Maßnahmezeitraum?


Der Maßnahmezeitraum beginnt mit dem ersten Tag der Aktivität und endet mit dem letzten Tag der Aktivität.

Welche Unterlagen muss ich hochladen?


– Ein vorhandenes Pädagogisches Konzept (beim ersten Antrag)
– Beschreibung der zirkuspädagogischen Qualifikation (beim ersten Antrag)
– Finanzplan

Finanziell

Können wir Gelder für mehrere Jahren beantragen?


Anträge können für den Zeitraum 01.01.2015 bis einschließlich 2017 gestellt werden. Zuwendungsverträge werden für ein Jahr geschlossen. Bei erfolgreicher Durchführung können die Antragsteller von einer Weiterbewilligung ausgehen. 

Wie viel kann beantragt werden?


Für jedes Format hat Zirkus macht stark Musterkalkulationsblätter erstellt. Bitte nutzen Sie diese, wenn Sie für die Antragstellung Ihre Ausgaben kalkulieren. Anhand der Muster sehen Sie welche Honorarhöhen beantragt werden können und welchen finanziellen Umfang die Projekte haben können. Alle Muster finden Sie auf der Webseite unter „Antrag“.

Was kann gefördert werden?


Förderfähig sind Sach- und Honorarkosten (pädagogische Fachkräfte / Trainer), daher wird kein hauptamtliches Personal auf lokaler Ebene finanziert – die Einbeziehung von freiwilligem Engagement ist ausdrücklich erwünscht; Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Mitarbeiter können somit gefördert werden.
Sachkosten sind: Fahrtkosten und Verpflegung für Teilnehmer / Materialtransportkosten / Betriebskosten / Verbrauchsmaterial / Printmaterial / GEMA-Gebühren. Die Positionen der Sachausgaben können dem jeweiligen Bedarf und Arbeitsbedingungen der Antragssteller angepasst werden.
Es können keine Ausgaben für Verwaltung, Organisation und Koordination gefördert werden. Diese müssen als Eigenleistung des Antragstellers oder im Bündnis erbracht werden.

Eigentlich kostet die Maßnahme mehr als wir beantragen, wir finanzieren den Rest mit Spenden oder Drittmittel - geht das?


Nein, die Förderung durch Zirkus macht stark ist eine hundertprozentige Anteilsfinanzierung und sie kann nicht mit anderen Finanzierungen gemischt werden. 

Was ist der Unterschied zwischen Eigenmittel und Eigenleistung?


Eigenmittel sind zum Beispiel Geld aus Eintrittsgeldern oder aus Spenden, diese können nicht in das Projekt eingesetzt werden. Eigenleistungen sind zum Beispiel Arbeitsstunden einer fest angestellten Person oder das zur Verfügung stellen von Räumen oder Materialien. Diese müssen in das Projekt eingesetzt werden und sollen ca. 20 % der Gesamtkosten ausmachen. 

Werden Investitionen gefördert?


Nein, Investitionen werden nicht gefördert. 

Wie viel können wir für Ehrenamtliche zahlen?


Es soll eine Aufwandsentschädigung sein, kein Honorar. Somit schlagen wir einen Stundensatz um die fünf Euro vor.