Förderbedingungen

Im Programm Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung werden außerschulische Maßnahmen, insbesondere der kulturellen Bildung, für Kinder und Jugendliche gefördert.

Förderbedingungen für die Antragstellung bei Zirkus macht stark

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit seinem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ außerschulische kulturelle Bildungsprojekte in lokalen Bildungsbündnissen für sozial und bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von 3 – 18 Jahren. 

Für Förderanträge sind folgende Kriterien zu beachten:

Wer kann Antragsteller sein?

  • Antragsteller können juristische Personen und Vereine als Zuwendungsempfänger sein.
  • Eine Schule oder eine Kommune können keinen Antrag stellen, wohl aber der Förderverein einer Schule oder eine kommunale Einrichtung.
  • Der Antragsteller muss die zirkuspädagogische Fachkompetenz im Bündnis und möglichst Erfahrungen in der Verwendung öffentlicher Mittel nachweisen.

Zuwendungsvoraussetzungen

  • Es werden nur neue und zusätzliche Projekte gefördert, d.h. es darf keine Strukturförderung erfolgen und Projekte, für die anderweitig bereits öffentliche Fördermittel zu Verfügung stehen, sind von einer Förderung ausgenommen. Die Projekte dürfen nicht in gleicher Form mit anderer Finanzierung vorher stattgefunden haben oder Regelangebote darstellen.
  • Die Projekte müssen außerschulisch sein, eine Definition der Außerschulischkeit findet sich unter bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1290.html

Lokale Bündnisse

  • Für die Umsetzung der Projekte müssen lokale Bündnisse mit mindestens drei Bündnis­partnern vorzugsweise aus dem zirkuspädagogischen Bereich, dem Bildungsbereich und dem Sozialraum gebildet werden. Zu den Grundprinzipien der Kooperation gehört die regelmäßige Reflexion der künstlerischen und pädagogischen Arbeit durch die Bündnispartner.
  • Die Bündnispartner müssen über geeignete Zugangswege zur Zielgruppe verfügen. Zielgruppe sind 3- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche, die in einer sozialen oder finanziellen Risikolage leben oder deren Familien keine ausreichenden Bildungsimpulse bieten können oder die über Fluchterfahrungen verfügen. Die lokalen Projekte sollen Kinder und Jugendliche erreichen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2016“ (Bielefeld 2016) beschriebenen Risikolagen aufwachsen und damit in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind.
  • Jeder Bündnispartner muss Eigenleistungen in das Bündnis einbringen. Das können die Bereitstellung von Personal, Infrastruktur, Sachmitteln das Einbringen von Erfahrungen und Kompetenzen sein. Eine Anteilfinanzierung durch eigene Mittel oder andere Finanzierungsquellen (Einnahmen, Spenden) ist möglich, aber nicht unbedingt erforderlich.
  • Der antragstellende Bündnispartner ist Ansprechpartner bei Fragen der Projektdurchführung und für die administrative Abwicklung des Projekts verantwortlich.
  • Die Bündnisse sollen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit erkennen und diese aus eigener Kraft über das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ hinaus weiterführen. Das Förderprogramm ist ein Impulsgeber, Ziel ist es, langfristige Kooperationen auf lokaler Ebene zu etablieren und damit eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Zirkus macht stark unterstützt die Bündnisse dabei durch deren Vernetzung, Weiterbildung bei den Bundesweiten Treffen und Best Practice Beispiele. Zielstellung ist die Förderung des zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlichen Engagements sowie des Wissenstransfers und der Vernetzung auf lokaler Ebene.

Förderfähige Ausgaben

Die förderfähigen Ausgaben sind aufgeschlüsselt in den verbindlichen Musterkalkulationen.

  • Gefördert werden können Honorare, Sachausgaben und Aufwandsentschädigungen, die für die Projektdurchführung zwingend notwendig sind. Alle Ausgaben müssen aufgeschlüsselt werden. Bei allen Ausgaben ist das Prinzip größter Sparsamkeit zu beachten.
  • Nicht förderfähig sind u.a. Investitionen und Anschaffungen, Versicherungen, Wartung und Reparatur von Gegenständen und Anlagen, die der Grundausstattung des Bündnisses zuzurechnen sind.
  • Letztzuwendungsempfänger (Antragsteller) erhalten nach Abschluss des Projekts eine Verwaltungspauschale für die Administration, Organisation und Dokumentation des Projektes. Sie beträgt 5 % der anerkannten Ausgaben, jedoch mindestens 300.- €.

Antragstellung

  • Alle Anträge sind in der Kumasta-Datenbank https://kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de
  • Alle Vorgaben der Projektformate und Musterkalkulationen sind einzuhalten.
  • Neue Antragsteller müssen zusätzlich zum Antrag per Post beim Projektbüro Unterlagen über die Unternehmensform und die Beschreibung der zirkuspädagogischen Qualifikation einreichen.
  • Ein Antrag kann mehrere Projekte auch unterschiedlicher Formate umfassen und überjährig gestellt werden.
  • Die Prüfung der Anträge erfolgt durch das Projektbüro, förderfähige Anträge werden von einer unabhängigen Auswahlkommission bewertet.

In allen Fragen berät das Projektbüro gern alle Antragsteller eingehend.